Alternative Heilmethoden für Soldaten mit PTBS

Das Projekt „Hope For Heroes“ aus Ahrensburg bei Hamburg bietet alternative Hilfe für Soldaten nach Auslandeinsätzen, welche unter den seelischen Belastungen ihrer Kriegserlebnisse leiden. Gegen schriftliche Erfahrungsberichte sind kostenfreie Sitzungen möglich.
„In den Bundeswehrkrankenhäusern wird mit Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) gearbeitet. Diese Methode hilft jedoch nicht jedem und wird zum Teil als sehr belastend empfunden“ erklärt Projekt-Coach Sonja Sannert. Sie ist erfahrene EFT-Therapeutin uns setzt auf die Therapiemethode Emotional Freedom Techniques (EFT) zur Traumaüberwindung. „Wir sehen uns nicht als Konkurrenz zu den Bundeswehrkrankenhäusern, sondern bemühen uns, eine Lücke zu schließen und zusätzliche Möglichkeiten zu eröffnen. Bei uns ist nicht ausschlaggebend, ob es sich nachweislich um eine PTBS handelt. Wenn es jemandem schlecht geht, braucht er Hilfe. Und zwar so schnell wie möglich.“ sagt Sannert über die Beweggründe zur Gründung des Vereins Hope For Heroes. Ihr gehe es primär darum, EFT als alternative Heilmethode für jedermann zugänglich zu machen. „Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn eine Therapie nicht hilft und Menschen keine Hoffnung mehr haben. EFT ist kein magischer Knopf, aber definitiv ein Weg.“
EFT wird auch als „Technik der emotionalen Freiheit“ bezeichnet. Diese Technik gehört zu einem neuen Feld der Psychologie. In den U.S.A. wurden allein vom Veterans Stress Project mehr als 2.000 Soldaten und Soldatinnen nach dem Einsatz mit EFT behandelt. Die Erfolge geben der Methode recht. Vereinfacht ausgedrückt stellt EFT eine Kombination aus modernster Psychotherapie und der sehr alten Akupunktur dar. Statt mit Nadeln wird mit den Fingerspitzen auf die Schlüsselpunkte des Körpers geklopft. Die Expertin erklärt: „EFT ist einfach zu erlernen und auch als Selbsthilfemethode im Alltag anwendbar. Das ist ein großer Vorteil gegenüber anderen Methoden. Aber gerade weil EFT so einfach ist, unterschätzen viele Menschen die Wirksamkeit bzw. finden den Gedanke absurd, dass so etwas Einfaches so viel bewirken kann.“
Das Projekt Hope For Heroes will nicht nur Soldaten, sondern auch Angehörigen helfen, die bei ihren Lieben Veränderungen oder Belastungen feststellen und Wege suchen, damit umzugehen. Kostenfreie Sitzungen sind möglich für alle, die im Gegenzug Erfahrungsberichte von den Sitzungen schreiben und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Hierfür ist die Nennung des eigenen Namens keine Voraussetzung. Momentan kosten reguläre Sitzungen noch 60 bis 90 Euro. Sannert hofft, dass diese Kosten durch Spendenfinanzierung verringert werden. Der  Verein befindet sich noch in der Gründungsphase.

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